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Für medizinische Einrichtungen ist es sehr wichtig, dass eine Infektion mit Tuberkulose bei Patienten sehr schnell erkannt und alle wichtigen Hygienemaßnahmen eingeleitet werden.

Im Klinikalltag passiert es nicht selten das Patienten einige Zeit im Krankenhaus verbringen, ohne das bekannt ist, dass der Patient an einer offenen Lungentuberkulose erkrankt ist. Erst nach speziellen Untersuchungen (z.B Röntgen Thorax oder Bronchoskopie) oder im Ausschlußverfahren andere Krankheitsbilder, erhält man den Zufallsbefund „offene Tbc“.

Das Problem dabei ist, dass nicht nur Mitpatienten, sondern auch Mitarbeiter ungeschützten Kontakt hatten. Häufig auch über einen längeren Zeitraum.

Liegt der Befund einer offenen Lungentuberkulose vor, werden umgehend Isolations- /und Schutzmaßnahmen eingeleitet. Auf die einzelnen Maßnahmen möchte ich hier nicht näher eingehen.

Beim Personal geht in diesen Situationen die Angst um. „Habe ich mich vielleicht angesteckt?“ oder „ Was ist mit meiner Familie/ Kindern?“

Hierbei ist eine gute Aufklärung gefragt. Das Personal (z.B Pflegekräfte, Ärzte, Reinigungskräfte, Funktionsdienste usw.),dass mit dem Patienten ungeschützten Kontakt hatte, muss wissen, wie die Übertragung erfolgt und wer ein wirkliches Ansteckungsrisiko hat.

Wer ist infektionsgefährdent?

Personen aus dem häuslichen Umfeld und oder sehr enge Freunde sind am häufigsten betroffen,da diese meist einen engen (Körper)-Kontakt über einen längeren Zeitraum haben.

Aber auch medizinisches Personal kann infektionsgefährdet sein.

Wer kann erkranken?

Vom Prinzip kann jeder Mensch an einer offenen Lungentuberkulose erkranken. Dies hängt aber auch von verschiedenen Faktoren ab:

Häufigkeit und Intensität des Kontaktes ist der wichtigste Faktor.Unter engen Kontakt versteht man:

  1. Wiederholte körpernahe Kontakte ( Pflege, körperliche Untersuchungen usw.)
  2. Körpernahe physiotherapeutische Behandlungen
  3. Anwesenheit beim Abhusten oder forcierter Atemmanöver der Patienten
  4. Tätigkeiten wie Bronchoskopie, endotracheale Intubation, Absaugen der Patienten usw.
  5. Menge und Virulenz des erregerhaltigem Material welches durch Aerosolbildung inhaliert wird
  6. Disposition der Kontaktpersonen. Hier sind besonders immuninkompetente und chronisch erkrankte Menschen gefährdet. Auch ist Unterernährung ein wichtiger Faktor

Damit die Mitarbeiter, die eventuell an einer offen Tbc erkranken, versicherungsrechtlich abgesichert sind, sollte über die Betriebsmedizin ein entsprechendes Verfahren erarbeitet werden. Dazu gehört ein Ablaufschema mit Festlegung der Verantwortlichkeit. Es muss sichergestellt sein das den Mitarbeitern klar ist WER WEN und WO melden muss und welches Dokument verwendet wird.

Es bieten sich Mitarbeiterlisten, in denen auch die Risikogruppe (A,B und C) festgelegt sind. A steht für hohes Infekionsrisiko und C für niedriges Infektionsrisiko.

Nur durch einen guten Informationsfluss und Zusammenarbeit von Ärzten, Betriebsmedizin und der Hygiene kann ein sicherer Arbeitsplatz für alle im Krankenhaus tätigen Mitarbeitern geschaffen werden.

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