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Eine Antwort auf diese Probleme bietet das Unternehmen GWA Hygiene aus Stralsund mit seiner IoT-Lösung. Hier haben junge Unternehmer das Händehygiene-Monitoring-System „NosoEx“ entwickelt. Dieses System kann in Gesundheitseinrichtungen wie beispielsweise Krankenhäusern installiert werden und bereichert die vorhandenen Händedesinfektionsmittelspender mit intelligenter Technik.

Mit „NosoEx“ erfolgt zunächst eine Bestandsaufnahme über das Desinfektionsverhalten je Station, Spender und Berufsgruppe. Die Einteilung dieser Gruppen (z.B. Ärzte, Pflege, Therapeuten) kann vom Krankenhaus individuell vorgenommen werden.

Schließlich kann der Nutzer dieses Systems einsehen welche Berufsgruppe sich wie häufig die Hände desinfiziert hat und welche Spender dabei häufig oder selten genutzt wurden. Auch eine Übersicht über die Abgabemenge (wurden die notwendigen 3 ml entnommen?) und den Füllstand der Spender kann gewonnen werden.

So funktioniert das System im Detail:

Zunächst wird jeder Desinfektionsmittelspender mit einem Sensor ausgestattet. Dieser ist kompatibel mit allen Spender-Modellen (z.B. Eurospender, Hebelarmspender).

Im Zuge des Einbaus dieser Sensorik erfolgt eine Verortung und Digitalisierung der vorhandenen Spender, welche dann auf dem Gebäudeplan in der Software abgebildet werden.

Im nächsten Schritt erhält jeder Mitarbeiter einen Transponder, welchen er an seinem Kittel befestigt. Dabei stehen jeder Berufsgruppe Transponder in einer eigenen Farbe zur Verfügung. Bei jeder Betätigung des Spenders wird daraufhin aufgezeichnet, welche Gruppe sich die Hände desinfiziert hat.  Der Transponder wird zu Schichtbeginn einer Box entnommen und am Ende wieder dorthin zurückgelegt. Dadurch entsteht eine natürliche Vermischung welche die Anonymität des einzelnen Mitarbeiters bewahrt.

Die Daten werden gesammelt, ausgewertet und in der „NosoEx“-Software visualisiert. Auf diese haben alle zuständigen Mitarbeiter, beispielsweise der Hygienebeauftragte Arzt oder die Hygienefachkräfte, Zugriff. Durch verschiedenste Darstellungsformen und Optionen können relevante Informationen über die Situation der Händehygiene gewonnen werden um anschließend die passenden Maßnahmen einzuleiten. Hierzu gehören beispielsweise die Optimierung der Spender-Positionierung oder die Schulung einzelner Berufsgruppen und Stationen. Zusätzlich teilt das System dem Anwender mit, wann Desinfektionsmittelflaschen verbraucht sind, sodass ein rechtzeitiger Gebinde-Wechsel vollzogen werden kann.

Zusammenfassend können mit der IoT-Lösung folgende Ziele erreicht werden:

  • Zunächst soll mit dem System das Bewusstsein für die Händehygiene geschärft werden. Folglich ist ein Anstieg der Händedesinfektionen bei den Mitarbeitern zu erwarten.
  • Des Weiteren lassen sich Problembereiche in puncto Händehygiene in der Gesundheitseinrichtung identifizieren.
  • Darüber hinaus sollen zusätzliche externe Daten, zum Beispiel aus dem Krankenhausinformationssystem (KIS), integriert werden. Ziel ist es Korrelationen zwischen dem Desinfektionsverhalten, der Patientenbehandlungen und den Infektionsquoten aufzuzeigen.
  • Damit unterstützt NosoEx wesentlich die Arbeit der Hygienefachkräfte in den Einrichtungen.
  • Letztendlich ist damit zu rechnen, dass der Einsatz des Händehygiene-Monitoring-Systems einen Beitrag zur Senkung der nosokomialen Infektionen leistet.
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